Februar 2009

Februar 2009 – Dresden, Frauenkirche, Semper Oper

Hund hat Maul aufDie Zeit vergeht im Fluge. Wir haben schon Februar und mein neuer Server ist immer noch nicht aktiv. Mein liebes liebes Herrchen, was soll ich dazu sagen. Meine Freunde warten, warten, dass ich endlich wieder meinen Senf hier abliefere.

 

Also mein Alderchen ich muss mal sagen, dass Du auch schon mal bessere Fotos von mir gemacht hast. Es ist einfach langweilig und ich habe keine Lust. Lass mich – gääääääähhhhhnn.

 

Am 5. Februar werde ich übrigens 9 Monate alt. Solange sind bei den Menschen die Babys im Bauch, bei uns Hunden dauert das nur ca. 65 Tage. Ich war also schon nach spätestens 65 Tagen fertig und konnte geboren werden und jetzt wiege ich schon weit über 40 also fast 50 Kilo, dazu braucht ein Menschenkind auch mehrere Jahre und ich habe schon meine richtigen Zähne.

 

Ich bin nicht mehr Papst!!

 

Mein lieber mein Vater, mein Heiliger – was hast Du Dir denn dabei gedacht? Ich bin ein Hund und weiß nicht wie beten geht, mein Herrchen betet manchmal, meist wenn es ihm schlecht geht und meist betet er auch nur für sich. Lieber Papst Benedikt XVI, Du hast doch bestimmt einen Internet Anschluss in Deinem Vatikan, wenn Du dort einmal gegoogelt hättest, dann hättest Du schnell erkannt, was dieser Bischof Richard Williamson für ein dummes Ekelpaket ist. Er leugnet den Holocaust – das ist so wie wenn jemand nach einer Papst Audienz die Existenz des Heiligen Vaters leugnen würde. Ich weiß, dass Deine Entscheidungen endgültig sind und das ist auch gut so, aber beziehe bitte Stellung zu diesem verlorenen Schaf. Lass dieses Schaf zurück – schenke es den Wölfen – distanziere Dich von Richard Williamson.

 

Nun hat sich auch noch unsere Angie Bundeskanzlerin eingeschaltet und verlangt klare Worte vom Papst. Liebe Bundeskanzlerin mit allem notwendigen Respekt, das tut man nicht, jedenfalls nicht öffentlich. Der Anruf hätte früher kommen müssen und die Presseerklärung hätte auch umfangreicher sein können. Daran konnte man erkennen, dass es während des Telefonates nichts zu sagen gab, weil Sie Frau Merkel vorher schon zuviel öffentlich gesagt hatten.

 

Ich liebe Lotti!

 

Hund hat Augen zuIch schreibe diese Zeilen ja so um den 10. Februar herum, und weiß zwar noch was alles so passiert ist, nur weiß ich leider nicht mehr so genau, was in meinem Leben die letzten Tage alles so passiert ist. Denn zur Zeit weiß ich wirklich nicht was mit mir los ist. Mein Testosteronspiegel hat eine Größenordnung erreicht in der es mir nicht mehr möglich ist klar zu denken. Meine geliebte Lotti hat ihre Tage, da muss ich hin, da muss ich ran, da muss ich hin, da muss ich ran, ran, ran, ran,ran – ich raste förmlich aus, und mir gefällt es auch noch. Hiiiiieeelffe wann lässt das endlich nach.

 

Ihr müsst nämlich wissen, dass Lotti eine Beagle Dame ist. Ihr Herrchen ist Klaus und Frauchen ist Petra und wenn Klaus zu uns nach Hause kommt und bei uns handwerklich tätig ist, dann rieche ich meine Lotti und dann muss ich wieder ran, ran an Klaus, ran an Klaus und rammeln was das Zeug hält. Und alle werden dann böse zu mir, Klaus sagt: Hör auf Du blöder geiler Russenbock und mein Herrchen ist auch nicht glücklich und verbietet mir Klaus zu rammeln. Also ich darf nicht Klaus rammeln, ich darf nicht Petra rammeln, und ich darf schon gar nicht Lotti rammeln, MANNO – ich will aber!!!!!

 

Kalt duschen im Winterregen hilft nicht, im kalten Schnee schlafen hilft nicht, mich mit meinen Eiererchen in den kalten Schnee und auf Eis setzen – HILFT AUCH NICHT.

 

Mir geht Lotti einfach nicht mehr aus dem Kopf, was wären wir doch für ein schönes Paar, wir könnten heiraten und Kinder kriegen – Aber Herrchen meint, dass das schon rein anatomisch nicht funktionieren kann. Dann last es mich doch mal ausprobieren – Lotti bleibt immer schön stehen und reckt Ihren Schwanz zur Seite – NEEEEIIIIN

 

Ok ich beherrsche mich – vielleicht sollte ich anfangen zu stricken.

Ein mumaßlicher Kinderschänder ist tot. Kurt Demmler eine ehemaliger und erfolgreicher Liedermacher der toten DDR hat sich selbst in seiner Gefängniszelle gerichtet. Wollte seinen Opfern wohl nicht mehr in die Augen sehen, während des Prozesses. Angeblich soll es mehr als 200 Mißbrauchsfälle gegeben haben.

 

Unser allseits beliebter Bahnchef Mehdorn hat mal wieder Probleme, nicht genug dass seine Züge nicht immer pünktlich kommen und das er sich mit den Gewerkschaften streitet, weil die mehr Geld fordern, dass er nicht hat, weil dann seine Zahlen für den Börsengang zu schlecht werden – warum will der eigentlich an die Börse??? Nein jetzt hat er Ärger weil, so wirft man es ihm jedenfalls vor, seine Mitarbeiter hat bespitzeln lassen. Lidl lässt grüßen. Mal schauen wie er da wieder raus kommt oder besser gesagt wen man in der Vorstandsebene findet, dem man das ganze in die Schuhe schiebt, der weiß bescheid und geht dann in den vorzeitigen Ruhestand, also offiziell ist er der Schuldige und tritt zurück – die Rente wird nicht von schlechten Eltern sein. Alle sind froh und weiter gehts im Spiel.

 

Es krieselt in der Wirtschaft – ok das wissen wir, aber es krieselt beim Wirtschaftminister Glos, der Urfranke soll sich mit einem Polizeibeamten gestritten haben. Dieser wollte Glos nicht durchlassen, ausgerechnet zu einer Veranstaltung auf der Glos die Hauptperson sein sollte. Dumm, der Minister spielt mit bei der Kraftprobe und entschuldigt sich am nächsten Tag schriftlich beim Polizisten, der auch etwas durchgeknallt reagiert haben soll.

 

Aber es krieselt weiter bei Glos – keine gute Stimmung mehr bei ihm und Angela. Und das während der Berlinale, wo doch alle gemeinsam Filme angucken wollen.

 

06. Februar 2009

Genau heute vor 20 Jahren wurde das letzte “Maueropfer” von den DDR Stasi-Schweinen ermordert. Der junge Mann, Chris Gueffroy, war gerade einmal 20 Jahre alt und wollte nichts anderes als von Berlin nach Berlin. Ich gedenke hier aber auch Peter Urban (ermordet an der Innerdeutschen Grenze), Falk Schröder (ermordet an der Innerdeutschen Grenze), Lutz Schmidt (ermordet an der Innerdeutschen Grenze), Michael Bittner (ermordet an der Innerdeutschen Grenze), Manfred Mäder (ermordet an der Innerdeutschen Grenze). Rene Groß (ermordet an der Innerdeutschen Grenze) und weiteren fast 140 Menschen die an der Berliner Mauer von den abartigen Ost-Grenzern brutal ermordet wurden. Aber ich als Kaukase gedenke auch meinen rund 7000 Rasse- und Artgenossen, die von diesem bestialischen Regime unter Ulbricht, Honnecker und Mielke, zum Menschen töten missbraucht wurden. Nach Öffnung der Grenze mussten nach Zeugenaussagen rund 7000 Owtscharka Hunde erschossen werden. Dafür würde ich gerne heute noch dem leider toten Mielke in den Arsch beißen.

 

Heute ist Montag der 09. Februar 2009

Mein Server funktioniert – ich bin umgezogen.

Heute kommt Klaus vorbei um ein neues Kellerfenster einzubauen. Der bringt bestimmt Lotti mit, ja ja ja aha ahafjdruerbnvajkldröeuwzgvf mfnasdirueiwjrmv

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Klaus kommt aber ohne Lotti. Na ist ja gut, geh ich halt raus und rammle mit meiner Decke, die ich zerlegt habe vor lauter Gier. Er baut uns ein schönes neues selbst funktionierendes Kellerfenster, welches für den Schornsteinfeger ist (???) ein, das klappt immer auf und zu, je nach Luftdruck, ist ja gut Klaus.

 

Wir haben einen neuen Wirtschaftminister

 

Michael Glos hat am Wochenende sein Amt zur Verfügung gestellt – Seehofer hat nicht angenommen – jetzt spinnen die Bayern!

Am Montag dann der Rücktritt – der Wirtschaftsminister ist tot – und es lebe der neue Wirtschaftsminister. Interessant ist, dass die Bayern zufällig den besten Mann den sie finden konnten wieder aus Franken holen einen echten, richtig echten Adligen Wirtschaftsminister bekommen wir (hatten wir mit Graf Lambsdorff schon mal einen) – jetzt ists kein Graf sondern nur ein Freiherr. Die BILD Zeitung nennt uns dann auch exakt seinen ganzen richtigen Namen:

Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg

Diesen Namen sollten wir uns merken. Jedenfalls bis zur Bundestagswahl im Herbst, danach beansprucht bestimmt die FDP mit Herrn Brüderle diesen Posten. Macht nichts in Brüssel wird besser bezahlt lieber Freiherr – oder Sie zeigen uns jetzt was ganz Außergewöhnliches.

 

Feinripp Schiesser ist pleite und mein Herrchen kann sich keine Unterwäsche mehr kaufen. Diese Firma wurde 1875 gegründet und alle Vorfahren meines Herren haben die Unterwäsche von denen getragen. Lieber Freiherr von und zu Guttenberg – das ist Ihr erster Fall – übernehmen Sie bitte. Sie sind 37 Jahre jung, das werden Sie doch “gewuppt” bekommen – und dann bitte Märklin gleich mit retten. Nehmen Sie den Banken die viele Kohle wieder ab, die wollen die sowieso nur stapeln und nicht der Wirtschaft zur Verfügung stellen. Nehmen Sie das Geld und retten Sie Schiesser und Märklin, alle Herrn ab 50 werden es Ihnen danken.

 

Freitag der 13. Februar 2009

Kein Wunder, an einem solchen Tag soll ich besser erzogen werden. Also ich soll besser hören (ich höre doch gut – was wollt ihr eigentlich?) – wenn meine Herrschaften mich rufen (ich höre immer wenn die rufen, nur reagiere ich nicht darauf) – und das wollen die nun mit aller Gewalt in mich hineinprügeln. Dazu haben die doch tatsächlich den Hendrik, meinen allerersten Papa auf dieser Welt, gebucht – der dann auch vorbei kommt und mir was beibringen soll. Also der hat erstmal eine neue 15 mtr. lange Auslaufleine mitgebracht. Na schön, wenn ihr meint, das das was bringt. Wir gehen dann zu meinem Hundeauslaufgelände zwischen Stahnsdorf und Güterfelde. Ich laufe an der langen Leine und ab und an ruft man meinen Namen – na und – denn kenn ich, braucht ihr mir nicht hinter her zu rufen – ja ist ja schon gut ich bleibe stehen, mache schön Sitz – das kommt immer gut. Jetzt rufen die: “Cäsar – zu mir”, und das auch noch in einem solch rüden Befehlston – Ihr könnt mich mal, so nicht, nicht in diesem Ton, ich bleibe sitzen. Nun rufen sie erneut – ganz speziell Hendrik: “Cäsar – zur mir” – was will der denn von mir, hat mir nichts mehr zu sagen, will wohl meinen Alten demonstrieren, dass ich noch auf ihn höre. Pustekuchen, nicht in diesem Befehlston, hab ich gesagt. Oh, oh, der Hendrik sieht jetzt gar nicht gut aus, er sieht eher nach Gallenkolik aus und dem geröteten Kopf nach zu urteilen nach Bluthochdruck, der Hendrik kommt jetzt schnellen Schrittes auf mich zu (na und?), dann schmettert er mich nieder, nimmt meine Schnauze in den Fanggriff und kniet sich über mich. Ja, ja ja ja iss ja schon gut ich bin ja brav, lass mich los, ich bins doch der allerliebste Cäsar, bitte bitte lass mich wieder los, was sollen denn meine Herrschaften denken.

 

Wurde ja auch Zeit. Jetzt steht Hedrik mit meinen Alten zusammen und erklärt, was er jetzt gemacht hat. “Du hast mich erniedrigt, Du böser Hendrik, aber ich liebe Dich!”. Meine Herrschaften sollen den Hosenscheißer, also mich, einfach härter anfassen, sollen manchmal im Befehlston mit mir reden, solange bis ich die Begrifflichkeiten gelernt habe und sie auswendig kann.

 

Dieses dumme Spielchen wiederholt sich dann heute Nachmittag noch einige mal, auch Frauchen und mein allerliebstes Herrchen müssen mir demonstrieren, mit roher Gewalt, dass sie das sagen haben und das ich hören soll. Ich gebe dann auch nach, damit die heute an diesem schwarzen Freitag, auch mal ein Erfolgserlebnis haben. Sollen sich freuen, dass der Hund hört und ich bekomme keine Schimpfe, wenn ich das mache was die wollen. Solange ich an der langen Auslaufleine bin, bin ich lieb.

 

“Hallo Hendrik, ist schon spät, Du musst bestimmt jetzt nach Hause fahren, schnell Sandra warten”!, ich mache jetzt noch kurz meine Telepathie – Sandra, Sandra, Sandra, rufe jetzt an, Sandra, Sandra rufe jetzt an – und schon klingelt Hendriks Telefon und Sandra ist dran und erinnert ihn, dass es schon spät ist und er jetzt wieder in die Hundeschule kommen soll.

 

Na, geht doch, wusste doch, dass meine Kräfte soweit reichen. Und tschüß Hendrik mein Süßer mein Lieber komm doch mal wieder vorbei.

 

Jetzt hab ich meine Alten wieder für mich. Werde heute Abend mit den spielen und ganz ganz lieb sein. OH, die waren noch spät einkaufen und bringen mir einen super super großen Rinderknochen mit, oh was muss ich für ein guter Hund sein. Hab wohl alles richtig gemacht.

 

Morgen werde ich mal mit meinem Erziehungsprogramm für Menschen anfangen.

 

Sonnabend 14. Februar 2009

 

Mein Frauchen geht wie gewohnt morgens mit mir Gassi Gassi – und hat sich diese blöden Methoden von Hendrik jetzt auch angeeignet. Ich soll schon wieder hören (hab ich doch erst gestern, warum denn heute schon wieder?), soll immer: “Cäsar – zu mir”, machen und hinlaufen – oh – heute gibts dafür manchmal Leckerlie, auch nicht schlecht, dann lass ich mit mir reden. Nur bei Frauchen funktioniert, das mit dem Befehlston nicht so richtig – hört sich mehr wie ne aufgeregte Schwuchtel an. Oh Mann hoffentlich liest die das hier nicht irgendwann mal – und wehe einer petzt von Euch.

 

Am Nachmittag wills nun auch mein Alterchen wissen und geht mit mir Gassi Gassi. Mit ihm ist nicht gut “Kirschen essen”, wenn er was durchsetzen will, da werde ich mal aufmerksam sein und alles (also nicht unbedingt alles, aber vieles mehr als sonst) machen, dann ist der auch glücklich, denn der ist heute Abend mit mir alleine, da Frauchen mit Hilde und Antje in drei Berlinale Filme gegangen ist. Die schauen sich also wirklich zwischen 15 Uhr und 21 Uhr drei Filme hintereinander an und hetzen mit Taxi von einem Termin zum anderen.

 

Frauen kann man wirklich nicht verstehen. Die ganze Woche meckern sie, dass sie zu viel zu tun hätten, mit Haushalt, mit Job, mit Kindern und mit Mann. Und am Samstag wenn sie wirklich mal Zeit hätten all das was liegen geblieben ist, so wie Wäsche waschen, bügeln kochen, Brötchen holen, Fenster putzen – alles zu erledigen, dann gehen die auch noch weg und lassen einfach alles liegen, das stapelt sich irgendwann und dann wächst ihnen alles über den Kopf, dann können sie nicht mehr klar denken (können Frauen das überhaupt?) und dann sind es wieder wir Männner, wir sind dann an allem schuld, weil die mit Ihrer Zeitplanung nicht klarkommen. Wenn die nicht ständig in irgendwelche Filme gehen würden, könnten die wirklich schön gemütlich ihre Hausarbeit erledigen und Hund und Herrchen könnten dabei ein bisschen spielen und schlafen. Was wollt Ihr Frauen eigentlich?

 

Montag der 16. Februar 2009

 

Bei uns schneit es und es hört nicht auf – ich bin begeistert ein Superwetter genau wie es mir gefällt. Ich renne immer vor Freude wie ein Bekloppter durch den Garten, so dass der Schnee nur so hochwirbelt, danach bin ich dann triefend nass, dann renne ich Garten und Schneeschnell durch die Hundeklappe nach drinnen um es Herrchen und Frauchen zu zeigen. Die machen immer einen waren Freudentanz wenn ich rein komme zu ihnen an den Frühstückstisch, da ich ja weiß was sich gehört stelle ich mich, bevor ich mich hinsetze, erstmal demonstrativ hin und schüttele mich ordentlich. Die beiden springen dann auch immer vor lauter Freude auf, schütteln sich auch – aber warum die sich anschließend waschen und neue Klamotten anziehen verstehe ich nun wirklich nicht. Das bisschen Schneewasser, jedenfalls sieht es in der Küche und im Esszimmer jetzt so ähnlich aus wie draußen, alles nass und voller Schnee. Echt geil dieses Wetter – ich renn wieder raus, denn ich bin schon wieder fast trocken.

 

Mittwoch der 18. Februar 2009 – ich bin traurig

 

Ich bin ganz schön traurig, denn morgen fahren meine allerliebsten Herrschaften in einen Kurzurlaub. Weil nämlich Frauchen morgen am 19.2. Geburtstag hat. Und dann fahren die weg MANNOO.

 

Ich bleibe mit Laura allein zu Haus – morgens will aber mein allerliebstes Frauchen der Welt noch mit mir Gassi Gassi gehen. Und danach lassen die mich alleine, völlig alleine ich weiß gar nicht was ich ohne die beiden machen soll. Keiner sagt mir wo die hinfahren, Herrchen will Frauchen überraschen und hält alles sehr sehr geheim. Jedenfalls ist es eine Städtereise und ziemlich sicher in eine Stadt in Deutschland. Voraussetzung war, dass Frauchen noch nicht in dieser Stadt war und das es dort interessante Sachen gibt. Denn Frauchen nur im Hotel, das geht gar nicht, wie Ihr wisst, hat die gute doch TDSL, oder HDSLO, oder ADSHL – keine Ahnung wie das genau heißt, aber Herrchen meint sie sei hyperaktiv, dass meint er aber auch von mir. Für Herrchen sind Menschen schon hyperaktiv wenn Sie nach 5 Stunden sitzen mal die Beine übereinanderschlagen oder nach 10 Stunden nichts tun mal zur Toilette gehen. Für Herrchen ist jeder hyperaktiv der sich nur bewegt.

 

Verdammt wo fahren die nur hin. Ich könnte eigentlich doch mitkommen, aber dieses mal will der Olle einfach nicht. Ich soll das Haus und Laura bewachen, dafür sei ich ja angeschafft worden und ich solle endlich anfangen was für mein Futter zu tun. Die Bewachung von Kind und Haus sei wichtiger als mit zu kommen, er bringt es jedenfalls glaubhaft rüber und ich habe die Arsc…karte!

 

Donnerstag 19. Februar 2009 – mein Frauchen hat Geburtstag

 

Wir gehen Gassi Gassi und alle von der Hunde Community, na nicht alle, aber alle die es wissen gratulieren meinem liebsten Frauchen zu ihrem 25. Geburtstag – das ist ja echt krass alt, dafür ist die noch ganz schön fit. Ich werde sie heute noch etwas fitter machen indem ich das Rufen einfach überhöre, dann muss sie mich einfangen und dabei muss sie mir nachrennen. Das bringt Freude und meine Liebste bleibt gesund.

Mein Oller hat seit Tagen wieder mal Pumpemrhytmusstörungen der Ärmste und kann nicht so häufig raus. Jetzt hat er endlich einen Termin im Herzzentrum zur Untersuchung gemacht, damit alles wieder in Takt kommt.

 

Ich weiß jetzt auch, dass die Beiden nach Dresden fahren. Eine Stadt in Deutschland, besser gesagt im deutschen Bundesland Sachsen. Dort sollen die Menschen so eigenartig sprechen. Aber was mich mehr interessiert ist, dass dort die Mädchen, also die schönen Mädchen direkt auf oder an den Bäumen wachsen sollen. Ich als alter Handwerksbursche kenne mich da natürlich aus:

 

Darauf so bin ich gegangen nach Sachsen,

Wo die schönen Mägdlein auf den Bäumen wachsen;

Hätt ich daran gedacht,

So hätt ich mir eins davon mitgebracht

 

Mal schauen was mein Alterchen erzählt wenn sie zurück kommen. Was mir dabei einfällt, vielleicht kommen Lotti oder Sina ja auch aus Sachsen, das würde einiges erklären. Auch warum mir die Beiden so gut gefallen und ich so scharf auf die bin. Werde jetzt mal überlegen, was ich anstellen muss um Handwerksbursche zu werden. Der Ralf, Frauchens Bruder ist auch einer, der wird das wohl wissen und der hat auch ein Mägdelein (Adele) aus Sachsen. Scheint also was dran zu sein.

 

Meine Herrschaften fahren also morgens gegen 11 Uhr los, Frauchen ist zu dieser Zeit immer noch im Ungewissen wohin es eigentlich geht und das Folgende kann ich hier nur vom Höhrensagen wiedergeben, weil Herrchen erzählt wie es war.

 

Dresden, Frauenkirche, SemperOper

 

Frauenkirche DresdenSo gegen 14 Uhr kommen die Beiden in Dresden an und Frauchen hat ca. 40 Kilometer vorher erraten wohin sie entführt wird. Mein Alterchen lässt sich natürlich nicht lumpen und hat in Dresden ein 5 Sterne Superior Hotel ausgesucht und dort – natürlich wie soll es anders sein für unser allerliebstes und allerbestes Frauchen die Königs-Suite, in feinstem Biedermeier eingerichtet. Das Hotel befindet sich unmittelbar (keine 50 mtr. entfernt) an der Frauenkirche, war mir klar, der Alte läuft nicht gerne. Natürlich ist es von dort nicht weit, also nur wenige hundert Meter, zum Zwinger, zur SemperOper, zum grünen Gewölbe in der Residenz und zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten.

 

Wer meinen Alten kennt, der weiß, dass es natürlich für sein liebstes Weibchen noch eine Überraschung geben muss. Er hatte geplant, die engsten Freundinnen und die Familie (also auch mich) am Abend im Hotel zu einem Essen einzuladen. Also so ca. 10 Personen sollten von einem Sterne Koch, der dort im Restaurant Maurice kocht, beköstigt werden. Ganz speziell dazu mein Alter dazu schon Tage im Voraus zwei unterschiedliche 4 Gänge Menues zusammen stellen lassen, sodass es ein Schlemmer Genuß werden muss.

 

Leider kam alles etwas anders. Als erste hatte er Ralf mit Familie eingeladen, Frauchens Bruder, da dieser in Freiburg (Sachsen) wohnt hatte er auch gleich zugesagt. Hilde konnte nicht kommen, da sie in Frankfurt/Main ist und frischer Schnee gefallen war, Willi konnte nicht kommen, weil er bis nach 20 Uhr in seinem Laden bleiben musste und dann bei Schneefall noch ca. 2 Stunden Autofahrt gehabt hätte. Bei anderen Freundinnen kam es beim Einladen zu Missverständnissen und Laura sollte eigentlich bei jemand mitfahren, was dann auch nicht ging und es gab zwar eine Bahnfahrt von Berlin nach Dresden, die 2 Stunden und 11 Minuten hin dauern sollte, aber zurück gab es nichts, also nur so was mit tatsächlich 6 oder 7 Stunden Fahrtzeit von Dresden zurück nach Berlin. Aus dem “Tal der Ahnungslosen” gibt es schwer ein entrinnen. Also konnte auch ich nicht mitkommen. Schade, der Alte hatte alles so schön geplant.

 

Nach der Ankunft in Dresden also raus zum Spazierengehen und in die Frauenkirche zu einer Führung, vorher noch schnell in ein Cafe und einen Milchkaffee mit einer Eierschecke – muss lecker gewesen sein. Jetzt noch ein bisschen Bummeln und shoppen. Frauchen will aber zurück ins Hotel, nur das geht noch nicht. Denn zwischen 17 und 18 Uhr sollte in der Suite der Tische gedeckt werden, erst für zwei Personen. Weil Herrchen mein liebstes Frauchen in die Irre führen wollte. Er sagte, dass auf dem Zimmer zu Abend essen wollte und dann fernsehen wolle. Könne man doch auch mal am Geburtstagsabend machen. Frauchens Gesicht hat PuterRot geleuchtet und sie hat langsam angefangen zu kochen. Herrchen schlug noch vor, man können doch noch schnell bei Mac Doof was holen und dann aufs Zimmer gehen.

 

Dort angekommen gab es dann die erste Überraschung, eine festlich gedeckte Tafel für zwei Personen und an der Anzahl der Messer und Gabel konnte man erkennen, dass dieses Essen kein Burger sein würde und auch bestimmt mehrere Stunden dauern würde. Frauchen war beruhigt und nun warteten beide, jedenfalls glaubte das Frauchen, auf das Essen, also die Vorspeise, was jetzt endlich kommen sollte. Aber es kam nichts – der Grund, den Frauchen natürlich nicht wissen durfte, Ralf ihr Bruder musste sein Auto von Eis und Schnee befreien und würde sich fast eine Stunde verspäten. Frauchens Kopf wurde schon wieder rot, roter, röter viel röter und drohte zu platzen. Jetzt wollte sie los, sie hatte Hunger, Hunger, Hunger (dass Gefühl kenne ich ganz genau, wirklich) – jetzt wollte sie doch ernsthaft zu Mac Doof und das soll was heißen, dann muss es ganz schlimm sein. Aber zum Glück klingelt jetzt das Telefon, das vereinbarte Zeichen, dass Bruder Ralf eingetroffen ist. Jetzt geht alles ganz schnell, es klopft an der Tür, man bringt noch 3 weitere Stühle, Frauchen ist sprachlos (ist die eigentlich nie) die Tafel wird erweitert und neu eingedeckt und Bruder Ralf tritt ins Zimmer. Friede – Freude – Eierkuchen. Alle sind glücklich und Herrchen vergisst das ganze zu fotografieren. Man Alter wo haste dein Kopp???

 

27. Februar 2009 – Lieber Bundespräsident, nun mach mal hin und tu mal was

 

Heute fordert ein Redakteur einer großen deutschen Boulevard Zeitung unseren Bundespräsidenten auf endlich mal was zu tun. Also vielleicht mal eine optimistische Rede ans Volk halten oder so. Dieser Meinung bin ich auch. Der amerikanische Bob, also der Präsident Obama hat auch so eine Rede gehalten. Der sollte sich aber einen neuen Redenschreiber suchen, denn lieber Ami-Präsi, wir die Deutschen haben mit Carl Benz das erste Auto erfunden, nicht Ihr, auch wenn es gut zur Rede passt, bitte bei der Wahrheit bleiben. Es war auch ein Deutscher – Wernher von Braun – der Euch Amerikanern den Weltraumflug und die Mondlandung brachte, auch war es unser Konrad Zuse der den erstenComputer erfunden hat. Lieber Herr amerikanischer Präsident kaufen Sie Ihrem Redenschreiber doch bitte einen Computer mit Internetanschluss damit sich dieser vor seiner Arbeit immer bei Wikipedia schlau machen kann.

 

Geld müssten Sie jetzt ja genügend dafür übrig haben, Sie haben ja gerade 1,3 Billionen Dollar bei unserer aller Sicherheit eingespart. Keine neuen Kampfflugzeuge die uns verteidigen, keine neuen Panzer usw.

Wer wird uns in Zukunft beschützen – keiner – und Sie lieber Präsi werden dies auch bald bereuen, nämlich dann wenn der nächste Terrorangriff kommt und Sie handeln müssen und das gerade gestrichene wieder bei anderen Sachen streichen müssen. Dann werden Sie nicht mehr so populär sein, dann wird man Sie nicht mehr so mögen. Denken Sie an Ihren Vorgänger!

Lieber Herr Bundespräsident Köhler, wo bleibt Ihre Rede ans Volk? Wann sagen Sie uns wie gut wir Deutschen sind, wann sagen Sie uns was wir alles können und was wir alles noch erreichen? Wann sagen Sie uns ob die “Opelaner” in Zukunft noch einen Job haben und wann schimpfen Sie mal deutlicher als bisher mit den Bänkern, die Millionen versenken, dann staatliche Hilfe bekommen und jetzt an uns Bürger weniger Zinsen zahlen und mehr Zinsen für die Kredite haben wollen. Wann, lieber Herr Bundespräsident, erheben Sie mahnend Ihren Finger und zeigen uns den Weg, uns die wir doch alles kleine Bänker und auch Opelaner sind? Die Zeit ist reif dafür! – Meine ich jedenfalls – der dumme Kaukasen Hund.

Ach, und fast hätte ich es vergessen, sehr geehrter Herr Bundespräsident: Wann reden Sie mal ernsthaft ein Wörtchen mit dem Herrn Thierse, der ist nämlich wirklich noch Bundestagsvizepräsident. Ein Mann der unseren Richtern unterstellt sie hätten ein barbarisches Urteil von asozialer Qualität gesprochen. Ich weiß, dass dieser Herr manchmal wohl nicht recht bei Sinnen ist, denn der hat auch schon mal den Altbundeskanzler Kohl angegriffen wegen des Todes von Hannelore Kohl und der glaubt auch tatsächlich, so behaupten es jedenfalls die unterschiedlichsten Medien. Der glaubt auch dass die Anti Terror Methoden unserer amerikanischen Freunde mit denen der Stasi gleichzusetzen sind, ebenso die G8 Sicherheit. Aber nachdem Herr Thierse seine Barbareien ins Volk geschleudert hatte, tat er das was er meistens tut wenn er sich in den Worten vergriffen hatte, er sagte den Medien: “Ich bedauere die Härte meiner Formulierung. Sie ist meiner Empörung über das Urteil geschuldet. Na ja, sag ich dazu nur.

 

Heute ist der 28. Februar 2008 und Samstag – Hunde Spiel Stunde

 

Meine Herrschaften fahren heute mit mir zur Hunde Spiel Stunde in meine alte Hundeschule. Da treffe ich dann wieder den Hendrik und Sandra, meine süße liebe kleine Ziehmutti. Mal schauen wer sonst noch so alles da ist.

 

Ich hatte hier im Februar ein Kosewort über meinen geliebten “Erstpapa” Hendrik geschrieben, welches wohl einigen Menschen in die falsche Kehle gekommen ist. Menschen die keinen Spaß verstehen und auch nicht den für diese Seiten notwendigen Intellekt haben, kann ich nur ganz dringend raten, bitte hier nicht mehr mit zu lesen. Also nochmal ganz klar: “Du, derjenige der meine Art zu schreiben nicht mag – verschwinde hier – ich will Dich nicht mehr sehen”

Das musste jetzt mal gesagt werden. Da muss man sich auch noch mit solchen Typen rum ärgern.

 

Dafür wars heute Abend am Fernsehen viel lustiger – oder besser gesagt es war einfach nur peinlich was meine Herrschaften und ich dort gesehen haben. Lieber Boris Becker, ich habe noch niemand eine Hochzeit geschäftsmäßiger beschreiben hören. Welches Business geh´st Du mit Lilly ein? Ein Liebesverhältnis kann es wohl nicht sein, oder? Wir waren alle nur peinlich und unangenehm berührt. Richtig echte Liebe sieht einfach anders aus und hört sich auch anders an.

 

Das wars jetzt auch für den Februar.


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