Durchgang verboten


Ebenso wie das Überflugsverbot, gibt es ein Durchgangsverbot übers Grundstück. Das gilt für alle Lebewesen die nicht zum engeren oder weiteren Familienkreis gehören.

Kommt Besuch, wird diesem bereits am Eingangstor unmissverständlich mitgeteilt, der er nicht willkommen ist. Sobald der Hund dann feststellt, dass es sich vielleicht doch um Freunde der Familie handelt, wird das Durchgangsverbot etwas gelockert. Man versucht natürlich durch ständiges Schubsen und Schnüffeln, dem Gast zu zeigen, dass man ein Auge auf ihn hat. Solange bis Herrchen oder Frauchen deutlich mitteilen, dass jetzt alles OK ist, dass es sich nicht um einen Dieb, Gauner, Nepper, Schlepper oder Bauernfänger handelt, sondern es lediglich ein Freund ist, der zu Besuch gekommen ist.

Schwieriger haben es die Lebewesen, die jetzt erstens keinen Fürsprecher haben oder die nicht in Hundesprache kommunizieren können. Dazu zählen u.a. auch Igel. Kaukasische Owtscharka haben Igel im warsten Sinne des Wortes zum Fressen gern. Hatten wir in der Zeitrechnung vor unserem Cäsar einen regen Besuch dieser stacheligen Freunde auf unserem Grundstück, hat sich dies sehr schnell geändert, seit Cäsar hier seine Kontrollen durchführt. Igel haben nichts auf dem Grundstück zu suchen, kommen sie doch müssen sie damit rechnen, das sie es nicht mehr lebend verlassen. Im schlimmsten Fall, als Fußball Verwendung finden oder ihnen sogar der Skalp abgezogen wird. In der Anfangshundephase haben wir 18 Igel in das nächste Tierheim gebracht und ca. 5 Igel würdevoll im Garten bestattet. Inwieweit ihnen Cäsar die Totenruhe gegönnt hat, wollten wir dann lieber doch nicht wissen.

Hier hat sich eine Katze nachts auf das Küchenfester (von außen) geflüchtet und traut sich nicht mehr runter. Ich konnte das Foto von innen machen.

Leider gehören auch Katzen dazu, man könnte auch sagen jede Katze ist non grata und somit nicht erwünscht. Immer mal wieder verirrt sich eine dieser Samtpfoten auf unser Grundstück. Da dieses überall durch starken Zaun und zusätzlich durch Sichtblenden abgesichert ist, ist es schwer auf die Schnelle einen Fluchtweg zu finden. Denn es sind meist fremde und somit neue Katzen die vorbeikommen. Sie verirren sich, landen auf Cäsar´s Terretorium und sehen sich jetzt unmittelbar einem durchstartenden Muskelpaket gegenüber, dem sie anfangs noch kurz ins Gesicht grinsen, dann wohl wissend ihrer Schnelligkeit losrennen, jetzt aber keinen Weg mehr weg vom Grundstück finden.

Für Cäsar ist dies immer wieder eine willkommene sportliche Einlage die ihn fit hält. Glücklicherweise haben es bisher alle Katzen geschafft ihm zu entkommen. Was allerdings nicht so besonders schön ist, wenn dies nachts geschieht. Denn die Verfolgungsjagd wird natürlich nicht lautlos und leise vonstatten gehen, sondern man versucht ganz klar, die Katze die man nicht fangen kann, tot zu bellen. Es ist ja möglich, dass diese Tiere einen Hörsturz bekommen, oder einen Infarkt, jedenfalls muss dies der Gedanke des Kaukasen sein. Auf die Katze und das mit Gebrüll. Die Nachbarn sind begeistert und wenn sie sich geschworen hatten, mit ihnen die nächsten 3 Wochen nicht zu reden, werden jetzt sicher 3 Monate daraus. Denn einen nachts bellenden Kaukasen hört die ganze Straße, da können Sie sich sicher sein.

Mäuse sind der neueste Kick. Hat sich Cäsar die ersten Jahre überhaupt nicht für kleinen Nager interessiert, wurde dies in diesem Frühjahr schlagartig anders. Neuerdings steht er mit einem Katzenbuckel da, regungslos aber angespannt bis zum geht nicht mehr und plötzlich hüpft dieses riesigen ungelenke Tier wie eine Katze und will die Maus fangen, die, nachdem er tollpatschig gelandet ist, mindestens 20 mtr. weg ist. Wie er auf diese blödsinnige Idee gekommen ist, weiß keiner von uns. Vielleicht hat er eine der Winternächte mit einer Katze verbracht und statt sie zu jagen mit ihr gesprochen :-)) ich kann es mir nicht anders vorstellen. Ratten habe ich auf dem Grundstück bisher nur eine gesehen, diese hat immer in unserer Holztruhe auf der Terrasse überwintert, mit Cäsars Wohlwollen, warum auch immer?


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