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Hans Schlegel

Hans Schlegel ist schlichtweg der Guru, wenn es um professionelle Hundeausbildung geht. Seine Hundeschule (Wolfsprung Kennel) finden Sie in der Schweiz, nahe der Deutschen Grenze im Ort Gansingen, CH-5272 Gansingen, Laubberg. Telefon +41 62 8752500, Mail: info@schlegeltraining.ch

Hans Schlegel der Hundeflüsterer

Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Hans Schlegel als Hundetrainer. Im Jahre 2010 bin ich mit Cäsar zu ihm gefahren um dort zwei Tage Hundetraining zu machen. Schlegel hatte in mehreren Telefonaten vorab versprochen, bzw. nicht er selbst sondern sein Bruder, dass er, also Hans Schlegel, nur wenige Minuten benötige um sich auf einen Hund, auch einen sehr schwierigen einzustellen.

Cäsar im KofferraumDas machte mich schon sehr neugierig, und so trat ich die weite Fahrt im Auto von Berlin nach Gansingen an. Dort angekommen, lernte ich dann Hans Schlegel kennen. Ein Mann so ca. Anfang 60, von mittlerer Statur und kernig. Seine Hände verrieten, dass es in der Vergangenheit nicht ganz ohne Bissverletzungen vonstatten gegangen sein muss. Beim Kennenlernen mit Cäsar, zeigte er meines Erachtens, nicht unbedingt Angst, aber einen gehörigen Respekt, denn Cäsar wollte nicht, dass ein Fremder dem Auto, in dem er saß zu nah kam. Schlegel bat mich, trotz meiner Verwunderung, den Kofferraum zu öffnen und den Hund heraus zu lassen. Ich solle Cäsar nicht an die Leine nehmen, sondern frei laufen lassen und vor Allem, ich würde ängstlich schauen. Dazu bestünde kein Grund, ich solle entspannen, denn der Hund würde auf mein Befinden, sein eigenes Befinden einstellen. Je entspannter ich wäre, desto entspannter auch mein Hund, und ich solle mir sicher sein, dass ihm Cäsar nichts tun würde. Wir warteten dann noch einige Minuten, bis ich tatsächlich entspannter war und dann durfte Cäsar raus. Alles lief völlig problemlos, Cäsar nahm Kontakt zu Schlegel auf, der ignorierte ihn erst, später fasste er ihn kurz an, dann fing er an mit ihm zu reden und ca. 5 Minuten später saßen beide auf dem Boden und schmusten miteinander.

Oh mein Gott, was war das denn. Klar, Cäsar war in der Vergangenheit nie böse zu einem Menschen, nur zu anderen Rüden. Schlegel erzählte mir von einer Begebenheit, die damals ca. 3 Monate zurück lag. Er hatte eine ganz schlechte Erfahrung mit einem Kaukasen gemacht, dieser hatte ihn angegriffen und er konnte sich nur knapp und mit Mühe befreien.

Wenn Ihr jetzt hier auf das Schlegel Logo klickt, dann öffnet sich eine Fotogallery mit Fotos die zeigen, wie Schlegel mit Cäsar arbeitet und ihn problemlos an einem Rottweiler vorbeiführt.
Schlegel GallerySchlegel Gallery

Soweit, so gut. Das funktionierte alles Bestens. Vorher gabs noch die Lieblingsübung von Schlegel. “Ich werfe mit einem Stück gelben Schlauch nach dem Hund!” Oder auch “werfen, zischen, loben” genannt. Anfangs war ich stutzig, aber später begriff ich, wie gut dies Übung ist. Und bis heute zwei Jahre später, als ich diese Zeilen schreibe, hat die Wirkung uneingeschränkt angehalten.

Bei Schlegel gibt es ein Ritual. Die Hunde laufen alle ohne Leine beim Spazierengehen. Und man geht täglich zweimal mit dem Hund in diesen wunderbaren Schweizer Hügeln spazieren, dass trainiert Mensch und Hund. Bei unserem Nachmittagsspaziergang kam es dann zu einer Begegnung. Aus weiter Entfernung konnten wir eine andere Trainerin von Schlegel erkennen, die den Berg herauf wanderte mit einer Familie und deren Hund einem 6-jährigen Hoverwarth. Dieser hatte auch das gleich Problem wie Cäsar, er mochte keine anderen Rüden.

Schlegel, Cäsar, ich und eine kleine Gruppe von Zuschauern spazierten bergab. Sodass wir uns unweigerlich irgendwann mit der Hoverwarth-Gruppe treffen mussten. Ich sprach Schlegel auf die Problematik an, der blieb aber völlig ruhig und sagte, man müsse das halt beobachten und ich solle jetzt entspannt sein, damit mein Hund keine negativen Signale bekommt.

OK! Ich versuchte entspannt zu sein. Im Wissen dessen, was gleich passieren würde, kein leichtes Unterfangen.

Hoverwarth

Hier sehen wir den Hoverwarth beim vorherigen Training mit zwei Schlegel Mitarbeitern, die ihm aggressiv gegenüber treten sollten.

Cäsar spazierte zwischen mir und Schlegel und wie gesagt ohne Leine. Er schien völlig entspannt, hatte seinen Schwanz gesenkt und schaute mal nach links mal nach rechts. Als sich der andere Hund uns auf ca. 3 bis 5 Meter genähert hatte, änderte sich alles schlagartig. Der Hoverwarth fletschte die Zähne und knurrte Cäsar böse an (dieser knurrte leise aber deutlich zurück) und kam auf ihn zu. Als der Hoverwarth ca. 1 Meter von mir entfernt war und nicht aufhörte zu stänkern, schnellte mein Kaukase mit einer Urgewalt, die ich so noch nicht erlebt hatte vor und die beiden Hunde waren nur noch ein einziges Knäuel. Jetzt forderte uns Schlegel alle auf die gelben Schlauchstücke, von denen jeder ca. 3-5 Stück bei sich trug, mit voller Wucht auf die Hunde abzufeuern. Die Hunde wurden von ca. 30 bis 40 dieser Schlauchstücke mit voller Wucht getroffen, was allerdings beide nicht interessierte. Einige Sekunden später lies Cäsar, nachdem der Hoverwarth regungslos am Boden lag von diesem ab, kam zu mir zurück und setzte sich schwänzelnd an meine Seite. Sofort untersuchte ich Cäsar auf Bissverletzungen, konnte aber nichts, noch nicht mal einen Kratzer feststellen. Anders leider bei dem Hoverwarth, mit diesem musste in die nächste Tierklinik gefahren werden.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich von dieser Aktion halten soll. Mein Besuch bei Schlegel sollte dazu dienen, dass Cäsar nicht mehr aggressiv auf andere Rüden reagiert. Ich wollte wissen, was ich tun kann, wie ich vorbeugen kann. Was ich gesehen habe, hat mich sehr erschreckt. Wie ein zweijähriger Kaukase seine Familie verteidigt, ohne Rücksicht auf Verluste, mit welcher Souveränität und mit welchem Selbstverständnis, einfach unglaublich. Schlegel meinte, mit dieser Erfahrung wüsste ich jetzt mehr über meinen Hund. Es gab an diesem und am nächsten Tag noch weitere Begegnungen mit anderen Rüden. Diese verhielten sich still und nicht aggressiv gegenüber Cäsar und dieser blieb die ganze Zeit entspannt.

Leider ist Cäsar´s Aggression gegenüber anderen Rüden, die man beim Spazierengehen trifft nicht besser geworden. Ich wollte jetzt auch nicht die Ratschläge Schlegels befolgen. Dieser sagte, ich müsse es konsequent umsetzen und mit Cäsar ohne Leine spazierengehen und dabei immer die gelben Schläuche dabei haben. Ich müsse es täglich mit ihm trainieren und dann würde irgendwann nichts mehr passieren. Mir was das bisher zu gefährlich. Ich habe es anfangs tatsächlich versucht und die Kollateralschäden die dabei entstanden sind waren mir einfach zu hoch.

Mein Fazit: Schlegel ist ein sehr charismatischer Mann. Er weiß was er tut, denn über so viele Jahre kann man nicht so erfolgreich sein, wenn man nichts kann. Er hat einen ausgezeichneten Ruf, den er sich als Ausbilder von Polizei und Diensthunden erarbeitet hat. Wäre er nicht so weit weg von Berlin, würde ich bestimmt sehr oft mit ihm gemeinsam mit Cäsar arbeiten wollen. Er hat mein Vertrauen voll und ganz, auch weil er eine klare und deutliche Sprache mit Mensch und Hund spricht. Er fühlt sich weder als Star, Guru oder Experte, er fühlt sich einfach nur wohl in seiner Arbeit mit Hunden, genau das ist es was man sofort sieht und wahrnimmt.

Schlegel´s Fazit lautet: “Der Mensch steht immer im Mittelpunkt, denn wenn ich den Menschen nicht erreichen kann, dann verändert sich auch nichts im Hund. Hunde sind da um uns ihre Liebe zu geben und der Mensch ist auf diesem Planeten, um zu lernen!”

Wolfsprung Kennels
Hans Schlegel
Laubberg
CH-5272 Gansingen AG
Fon: +41 (62) 875 25 00
Fax: +41 (62) 875 28 28
hschlegel[at]schlegeltraining.ch

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